LVZ:

" [Böhnkes] humoristisch stark eingefärbten Typen stellt Trommer genau beobachtete und nuanciert gespielte Figuren gegenüber ...
Das Rainer-Vothel-Trio hält die unterhaltsamen Mini-Komödien musikalisch bestens zusammen. ...

In den Szenen und Songs ... wird der Hegemonialkampf nicht ausschließlich im bewährten Milieu von Bettkante, Herd, Altern und Bewahrung der Liebe ausgetragen. Folgen von Arbeitslosigkeit auf Partnerschaften werden auch thematisiert ..."

GEMEINSAM SIND WIR SCHWÄCHER

Ein Mann und eine Frau ergeben zwei Menschen von meist unterschiedlichem Äußeren. Das kann man wahrnehmen. Aber wie's drinnen aussieht, das geht keinen was an. Und gerade das wollen wir zeigen. Nicht chirurgisch, aber ein bißchen voyeuristisch oder wie ein bedeutender Zeitgenosse sagte: "Schaun wir mal."
Wir wissen inzwischen alle, warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken und dass Männer anders sind und Frauen auch. Aber nützt es uns was?

Natürlich ist es beruhigend zu wissen, dass der Mann auf Jagd gehen muss, während die Frau das Feuer und die Kinder hütet. Doch wirkt sich diese Erkenntnis erhellend aus auf den alltäglichen Kampf der Geschlechter? – Am Ende müssen Frau und Mann vielleicht begreifen: Gemeinsam sind wir schwächer – oder?

Barbara Trommer und Gunter Böhnke versuchen unter der Regie von Holger Böhme eine Zweierbeziehung aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Holger Böhme ist Dresdner, Theater- und Hörspielautor und hat als Regisseur Ilse Bähnert (alias Tom Pauls) "erfunden".

Die Schauspielerin und der Kabarettist lassen das Märchen sprechen und die Gene, geben Ratschläge, wozu Blumen gut sind oder eine Lampe, und sie wundern sich immer wieder, wie unterschiedlich die Wirklichkeit von zwei Menschen erlebt und beschrieben wird.
Natürlich spielt auch das "Was wäre wenn ..." eine nicht unwesentliche Rolle: "Wenn Gott 'ne Frau wär ...", wenn die Frau arbeiten geht und der Mann die Wirtschaft macht ..., wenn der Gartenzwerg im Ehebett verweilt ... und wenn die Demokratie zum hausgemachten Problem wird ...

Die Texte des Programms stammen aus der Feder von Gunter Antrak, Holger Böhme, Gunter Böhnke, Bernd-Lutz Lange, Cornelia Molle und Tom Reichel.

Alle Disharmonien werden harmonisch begleitet vom Rainer-Vothel-Trio, das – wie auch bei Böhnke/Lange – mit Piano, Bass und Drums die Paarungsversuche kommentiert.

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Gunter Böhnke